Beim Farmhouse Jazzclub hat ein neuer, deutlich verjüngter Vorstand die Arbeit aufgenommen. Hauptaufgabe und Herausforderung ist die Neuausrichtung des Jazzclubs, um ihn zukunftssicher aufzustellen und gleichzeitig die Traditionen aus mehr als 50 Jahren zu würdigen und aufrecht zu erhalten.

Gerade das ausschließlich ehrenamtlich tätige Team aus Clubmitgliedern stellt in diesem Zusammenhang aus Sicht des neuen Vorstands einen besonderen Wert und ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Clubs dar. Vor allem hierdurch entsteht die familiäre Atmosphäre, für die die Harsewinkler bekannt sind und um die sie andere Jazzclubs beneiden. Der neu angetretene Vorstand, der mit Tobias Hardes (Medien), Benjamin Bobe (Technik), Aljoscha Reinhardt (Beisitz) und Felix Oestersötebier (Programmgestaltung) zur Hälfte aus Clubmitgliedern besteht, die sich im ersten Drittel ihres Berufslebens befinden, will u.a. die Aufgabenverteilung für die Zukunft neu organisieren, sodass die Zusatzbelastung für jeden, der sich derzeit ehrenamtlich engagiert oder zukünftig mit einsteigen möchte, zu bewältigen ist. Die vielfältigen organisatorischen Aufgaben vor, nach und während der Veranstaltungen müssen auf mehrere Schultern verteilt werden. Dabei können sie auf das Know-How, die Erfahrung und Unterstützung der „alten Hasen“ Jochen Belz (1. Vorsitzender), Peter Oestersötebier (Kassenwart), Gunther Heinze (Schriftführer) und Angelika und Werner Krieft (Versorgung) zurückgreifen.

Zweck des Vereins ist es laut Satzung natürlich weiterhin: „[…] den authentischen Jazz als ernstzunehmende und künstlerisch wertvolle Musik zu vertreten [...]“. Dennoch ist Jazz hier nie elitär und unantastbar. Das Programm ist bewusst so abwechslungsreich und vielseitig wie die Jazzmusik selbst: Mal mitreißende „Gute-Laune-Musik“, die zum Feiern und Tanzen anregt, mal ruhig und zum Nachdenken. Es sind in der Regel auch keine Weltstars, die in Harsewinkel spielen und wenn doch, dann weil sie die außergewöhnliche Atmosphäre so sehr schätzen, dass sie auf große Teile der gewohnten Gage verzichten. Es sind vielmehr handverlesene Insider- und Geheimtipps aus dem In- und Ausland, interessante Newcomer oder hervorragende Lokalmatadoren. Im Clubhaus sitzt man beinahe mit ihnen zusammen auf der Bühne und kann mit ihnen in der Pause ein Bier trinken oder eine Bratwurst essen.
Letztere gibt es im Farmhouse, genau wie die Eintrittskarte, selbstverständlich auch künftig zu sehr erschwinglichen Kursen.

 

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